Force Majeure

Force Majeure
Part II of a Trilogy

„Die Gerechtigkeit kommt genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die meisten die Hoffnung aufgegeben haben. “

(Anonym, Menschenrechtsanwältin und Aktivistin)

Trailer

@Maximilian Pramatov

Force Majeure. Eine höhere Gewalt. Etwas, das sich nicht unterdrücken lässt. Wie eine Naturgewalt, eine tiefe Sehnsucht oder der Drang, sich zu befreien. Aber was bedeutet Freiheit, und was Gerechtigkeit? Welchen Preis ist jede*r bereit, dafür zu bezahlen? Und wer bezahlt diesen Preis mit?

Nach Undercover (2019 beim Festival Rakete uraufgeführt) folgt der zweite Teil der Trilogie, in der Ulduz Ahmadzadeh Frauen aus muslimisch geprägten Gesellschaften in den Fokus rückt – jenseits von stereotypen Repräsentationen. In Force Majeure sind es Mütter im Widerstand, die Haft, Folter oder sogar ihr Leben riskieren. Dokumentarisches Material wie Briefe inhaftierter Aktivistinnen waren der Ausgangspunkt einer intensiven Recherche, ebenso wie historische persische Tänze, die ausschließlich von Männern getanzt wurden und „körperlich und mental darauf vorbereiteten, gegen Feinde zu kämpfen oder sie zu konfrontieren“. Einer behutsamen choreografischen Bearbeitung unterzogen, werden die Tänze in Force Majeure von drei Tänzerinnen performt. Was bedeutet es für politische Aktivistinnen und ihr Umfeld, die Konfrontation zu suchen und die Konsequenzen zu tragen? Wie verlaufen persönliche Beziehungen in Zeiten politischer Unterdrückung? Und welche Widersprüche lassen sich durch Mut und Opferbereitschaft nicht aufheben?

Force Majeure bietet keine Antworten, aber eine Annäherung ohne Scheuklappen, jenseits politischer Meinungsmache und in tiefer Offenheit gegenüber oft verschwiegenen emotionalen und persönlichen Komponenten innerhalb der Auseinandersetzung mit Aktivismus.

+++ Erstaufführung Online

Samstag 13.März – Dienstag 16.März

Tanzquartier Wien/ Halle G

Credits

Konzept, Choreografie
Ulduz Ahmadzadeh
Konzept, Dramaturgie
Johanna Figl
Performance
 Desi Bonato, Magdalena Chowaniec, Cristina Sandino, Emma Wiederhold
Komposition, Livemusik
Maya Contreras
Bühnendesign, Kostüm
Till Jasper Krappmann
Licht Design
Veronika Mayerböck
Assistenz Bühne, Kostüm
Isabela Voicu
Maske
Savitry Hehl
Produktion, PR
Yasamin Nikseresht Masooleh, Maiko Karner Sakurai
Video
Maximilian Pramatarov, Nestor Kovachev, André Harm
Übersetzungen
Shirin Farshbaf
 
Eine Koproduktion von ATASH mit Tanzquartier Wien und Be My Guest – International network for the emerging practices. Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport. Dank an Amnesty International für die Unterstützung bei der Recherche.

“Justice will be served just when most people will have given up hope. I miss you.” 

 — N.S. / Human Rights advocate and activist

Force Majeure. An act of nature. Something that cannot be prevented. Like the elements, like a burning desire or the drive to free oneself. But what does freedom mean, what is justice? What price is every one of us willing to pay for it? And who else will be affected by this decision?

Following the performance of Undercover at the 2019 Rakete festival, this will be the second part of Ulduz Ahmadzadeh’s trilogy in which she presents the stories of women from Muslim societies – without giving in to stereotypes. In Force Majeure, the focus will be on women who have joined the resistance, who have been incarcerated and tortured, and who are continuously risking their lives. The starting point for her extensive research was documentary material, such as letters from detained activists, and historic Persian dances, which were originally only performed by men and which were thought to “mentally and physically prepare men to confront and fight the enemy”. Gently revised by Ahmadzadeh, these dances will be presented in Force Majeure as a choreography for three female dancers. What will be the consequences for political female activists and their friends and family when they engage in confrontation? What about personal relationships in times of political oppression? And what contradictions will remain, regardless of all the acts of bravery and sacrifice?

Force Majeure will give no answers, but it will address these issues boldly – without indulging in populist slogans – by acknowledging emotional and personal aspects that have too often been silenced in discussions about activism.

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